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Wellenorgel – Andreas Eicke

Eicke, Andreas Kurzbeschreibung  andreas-eicke@t-online.de Töne tanzen lassen, Wellenorgel Auf den Wellen tanzend bringt Natur Töne zum Klingen. Bei glatter See können auch Schwimmer zu Musikern werden. Drei Töne: g – d – a aus dem ältesten Tonsystem, der Pentatonik, es gibt keine Dissonanzen. Doch die Natur wird ihre Wirkung tun, Salzluft kann sich am Labium anlagern und den Dreiklang verändern, vielleicht dissonant gestalten. Auch Natur ist nicht immer harmonisch.

Short description – Andreas Eicke – the WAVE ORGAN consists of three colourfully designed mooring buoys with an organ pipe attached on the top of each. The pentatonic tuned sound, caused by the swell, caresses the audience.

Portrait - Andreas Eicke – Ein Schwerpunkt seines künstlerischen Tuns liegt in der Arbeit in und mit der Natur. Im Idealfall überlässt er der Natur Installationen, die diese wieder beseitigt – wobei philosophisch betrachtet Natur nicht handelt, sondern einfach nur i s t. Beispielhaft seien die Projekte „Wasser macht Feuer“, „Eis macht Feuer“ und „Dampf macht Feuer“ genannt, die mit den Naturwissenschaften spielen und scheinbar paradox sind. Andreas Eicke lebt in Berlin.

Andreas Eicke  - The main topic of his artistic activity lies in working in and with nature. In an ideal situation he leaves his installations to nature which gets rid of them, though philosophically speaking, nature does not act, but is. (exists) Some examples of his projects are “Water makes Fire”, Ice makes Fire” and “Steam makes Fire”, which play with science and seem to be paradoxical. Andreas Eicke lives in Berlin.

Werkbeschreibung  - Töne tanzen lassen, Wellenorgel 3 Bojen bilden eine Wellenorgel. Auf den Spitzen Orgelpfeifen in Flötenintonation. Gestimmt sind die Pfeifen pentatonisch (G-Dur: g – d – a). Die Pentatonik gilt als das älteste Tonsystem der Welt und spielt auch heute noch eine bedeutende Rolle (Blues, Rock, Jazz). Jeder Ton klingt mit den anderen harmonisch, es gibt keine Dissonanzen. G-Dur wird in der Literatur als freudig und lebensfroh umschrieben. Man kann die Pentatonik auch als elementares Tonsystem bezeichnen, es „passt“ von daher zum Element Wasser. Absicht dieser Installation ist es, das „stumm redende“ Element Wasser für Momente zum Klingen zu bringen, aber nur, um auf die Natur zurück zu verweisen. Darüber hinaus spielt der Gedanke eine Rolle, dass man mit Natur spielen kann, jedoch nur eine Zeitlang. Am Ende macht Natur immer Ernst und beseitigt solche Eingriffe. Vordergründig macht die Installation die Natur also zunächst zum Bühnenbild, es ist aber absehbar, dass die Natur im Laufe der Zeit selbst zur Bühne wird. Philosophisch gesehen lehnt sich die Wellenorgel im sich bewegenden Meer an die Naturästhetik des 18. Jahrhunderts an, also den Eingriff in die Natur zum Zweck der menschlichen Erbauung, wie sie etwa in den gepflanzten Bildern der englischen Gärten zu erleben ist. Sie geht aber insofern weiter als sie nicht etwa Natur gefälliger macht, sondern ein Artefakt zwischen Natur(-wissenschaft) und sinnlichem Erleben herstellt. Der Philosoph Graham Harman bezeichnet diese Zwischenform als den dritten Tisch.

Making tones dance - “Waveorgan” Three buoys form a wave organ. At their tips there are organ pipes which sound likes flutes. They are tuned in pentatonic scale. (G-flat: g –d- a). Pentatonic is said to be the oldest system of notes and it still plays an important role in blues, rock and jazz music. All the tones sound harmonious together, there is no dissonance. G-flat is described as jubilant and full of joys of life. Pentatonic can be called the elementary system of tones; therefore it fits with the element water. This installation wants to make the “silently speaking” water sound for some moments, but only in order to refer back to nature. Furthermore, the thought that you can play with nature, plays an important part; but you can do this only for a short time. In the end nature “takes the gloves off” and removes such interference. Superficially speaking, the installation uses nature as stage decoration, but it can be foreseen that nature itself will become the stage. Seen philosophically, the wave organ in the moving sea follows the aesthetics of nature of the 18th century, which means man intrudes into nature for the sake of his own happiness, as can be seen in the planted pictures in English gardens. The installation goes one step further on by not making nature more pleasing, but it creates an artefact between nature (natural science) and sensual experience. The philosopher Graham Harman calls this intermediate form “the third table”.

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